Lampedusa: Geschichte

Die Insel Lampedusa war im Verlauf ihrer Geschichte immer wieder heiß umkämpft. Sie galt als wichtiger Stützpunkt bei verschiedenen Invasionen. Die Griechen, die Römer, die Phönizier als auch die Sarazenen und Aragoner versuchten, sich Lampedusa zu eigen zu machen und von hier aus den Angriff auf Tunesien zu starten, um Afrika zu erobern. Damit erhielt Lampedusa immer wieder auch einen neuen Namen, der im Laufe der Zeit von Lopades über Lapadosa und Lampidosa bis hin zur heutigen Bezeichnung Lampedusa reichte.

Auch wenn jedoch byzantinische Spuren sich nur bis zum 7. Jahrhundert nachweisen lassen, so vermutet man dennoch, dass Lampedusa auch danach noch längere Zeit byzantinisch war. Überlieferungen zufolge wurde die Insel im Jahr 812 / 813 Ziel eines Überfalls muslimischer Seeräuber, die mit 13 Schiffen angriffen. Der byzantinischen Flotte jedoch gelang es, ihren Gegner zu besiegen.
Seit der normannischen Zeit, sprich ab dem 11. Jahrhundert, war Lampedusa, wie die meisten Inseln Siziliens, unbewohnt. Siedlungsspuren sind aus dem 16. und 17. Jahrhundert nachzuweisen, was darauf hindeutet, dass möglicherweise Sklaven aus Nordafrika zu dieser Zeit hierher flüchteten.

Es war September 1843, als der Kapitän Bernardo Maria Sanvisente mit 120 Männern und Frauen nach Lampedusa kam, um die Insel zu besiedeln. Sanvisente gab Lampedusa auch ihren heutigen Namen.

Auch im Zweiten Weltkrieg diente Lampedusa abermals als wichtiger Stützung. Die strategisch günstige Lage machte die Insel zum Ziel von Bombenangriffen, die sich unter der Bezeichnung „Operation Corkscrew“) nachforschen lassen. Die italienische Besatzung Lampedusas kapitulierte schließlich am 13. Juni 1943.